Bannfæring og kirkjuvald á Íslandi 1275-1550 # 88774
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Bannfæring og kirkjuvald á Íslandi 1275-1550. Gesetze und Forschungsvoraussetzungen. Von Lára Magnúsardóttur.
Das Ziel des Buches ist es, neue Voraussetzungen für die Erforschung von Quellen zur Bannfæring und zu Kirchengerichten im Zeitraum 1275 bis 1550 zu schaffen, indem es die Geschichte Islands im Mittelalter unter Berücksichtigung europäischer Normen und Entwicklung untersucht. Neues Licht wird auf Gesetze und Verwaltung Islands im Mittelalter geworfen, indem sie im Kontext der Geschichte der allgemeinen Kirche als Institution analysiert werden, anstatt Erklärungen für inländische Ereignisse und politische Entwicklungen zu suchen. Die Verwaltungsstruktur Islands von der Einführung der Jónsbók und des neuen Kirchenrechts im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts bis zur Reformation sah eine Zweiteilung der Kirchenautorität und der königlichen Autorität vor. Der Autor zeigt, dass das von den Gesetzen beschriebene Verwaltungssystem aktiv war und die isländische Kirche weder Unabhängigkeit von der allgemeinen Kirche genoss noch anstrebte. Die Bannfæring, die allen Verstößen gegen Kirchengesetze zugrunde lag, hat daher weitreichende Bedeutung für die Untersuchung der Stellung der Institution im Staat und ihrer Gerichtsbarkeit. Isländische Quellen zur Anwendung von Bannfæring aus den Jahren 1430-1550 sind besser erhalten als anderswo und bieten daher einen einzigartigen Einblick in die Beziehungen zwischen Laien und Kirche in diesem Zeitraum. Die Forschung markiert einen Wendepunkt, indem sie zeigt, dass die Gebannten nicht aus der Gesellschaft ausgestoßen wurden, und mit neuen begrifflichen Verständnissen und einer Überprüfung der Quellen erscheint die mittelalterliche Kirche und ihr Gerichtssystem in ganz anderer Weise als in dem negativen Licht der Unterdrückung und Willkür, das wir gewohnt sind. (Bókatíðindi 2007).