Bessi gamli # 52931
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Bessi gamli. Komischer Roman aus Reykjavik von Jón Trausta.
In Verði 1. Jg. 1917 / 1918, Heft 11 wird von Bessi dem Alten berichtet.
Das letzte Buch von Jón Trausta heißt Bessi gamli. Dort
vermischt sich Weisheit und Torheit wie es sich gehört. Hier soll gezeigt
werden, dass der Dichter klar sieht, was um ihn herum ist. Bessi
gamli ist ein kluger Mann und hat große Lebenserfharung. Ein Ehepaar, dem er wohlwollend gesinnt ist, besucht ihn, nachdem sie ihre Verlobung veröffentlicht haben. Der Mann empfängt sie freundlich. "Ihr könnt keine Kinder haben," sagte er, - "oder dann müsst ihr sie wegtragen." Sie fragen ihn warum. Er antwortet:
"Habt ihr nicht gesehen, wie die Kinder in Reykjavíks Freiheit aufwachsen? Sehnt ihr euch danach, zu dieser Gruppe beizutragen?
Oder glaubt ihr, dass eure Kinder eine Ausnahme sein werden
und euch vergönnt sein wird, sie anders zu erziehen als die Kinder
anderer erziehung werden? - Die Heime, die bis zu unseren
Tagen die Brutstätten der Moral waren, die sichersten Stätten
der Zucht und Umgestaltung, die Stützen der Gesellschaft, -
sind auseinandergebrochen, zerrissen bis zu den Wurzeln hinab. Der Hausherr ist im Spielerclub - oder in der Stadtverwaltung. Die Hausfrau ist auf irgendeiner Versammlung. Das Dienstmädchen ist in der Tanzschule.
Die alte Großmutter sitzt aufgekrümmt in ihrem Bett, denn das ganze
Haus ist eiskalt. Die älteren Kinder sind in Jugendbünden;
die anderen auf der Straße - in halbgelösten Unordnungen.--------Es gibt
viel Menschenmaterial, das in Reykjavik zu dieser Zeit aufwächst! Seid ihr an einem Haus vorbeigegangen, das gebaut wird - am liebsten am Abend, nachdem die Arbeiter
nach Hause gegangen sind? - Habt ihr da nicht kleine Straßenjungen weglaufen sehen, die Spucke und Tauschwert
für ihre Mutter mitnahmen? Seid ihr an den Kohlebehältern von Kaufleuten oder der Staatskasse vorbeigegangen. - Dort sind die Jungen ein wenig stämmiger und haben
Taschen, die ihnen zu Hause gegeben werden-------"
So wird Bessi reden lassen. Aber Haushaltsvorstände und andere
sind oft und häufig aus ihren Heimen in anderen Angelegenheiten
als Bessi erwähnt. Aber an derselben Stelle kommt mit Erziehung und
Überwachung zusammen. Das Heim ist Heimlosigkeit. Und diese Heime
wollen einige Parlamentarier ganz der Kinderziehung anvertrauen. - Nein,
dann würde Bessi gamli lieber die Kinder weggeben.
Aber er ist klüger als unsere Parlamentarier.
In Verði 1. Jg. 1917 / 1918, Heft 11 wird von Bessi dem Alten berichtet.
Das letzte Buch von Jón Trausta heißt Bessi gamli. Dort
vermischt sich Weisheit und Torheit wie es sich gehört. Hier soll gezeigt
werden, dass der Dichter klar sieht, was um ihn herum ist. Bessi
gamli ist ein kluger Mann und hat große Lebenserfharung. Ein Ehepaar, dem er wohlwollend gesinnt ist, besucht ihn, nachdem sie ihre Verlobung veröffentlicht haben. Der Mann empfängt sie freundlich. "Ihr könnt keine Kinder haben," sagte er, - "oder dann müsst ihr sie wegtragen." Sie fragen ihn warum. Er antwortet:
"Habt ihr nicht gesehen, wie die Kinder in Reykjavíks Freiheit aufwachsen? Sehnt ihr euch danach, zu dieser Gruppe beizutragen?
Oder glaubt ihr, dass eure Kinder eine Ausnahme sein werden
und euch vergönnt sein wird, sie anders zu erziehen als die Kinder
anderer erziehung werden? - Die Heime, die bis zu unseren
Tagen die Brutstätten der Moral waren, die sichersten Stätten
der Zucht und Umgestaltung, die Stützen der Gesellschaft, -
sind auseinandergebrochen, zerrissen bis zu den Wurzeln hinab. Der Hausherr ist im Spielerclub - oder in der Stadtverwaltung. Die Hausfrau ist auf irgendeiner Versammlung. Das Dienstmädchen ist in der Tanzschule.
Die alte Großmutter sitzt aufgekrümmt in ihrem Bett, denn das ganze
Haus ist eiskalt. Die älteren Kinder sind in Jugendbünden;
die anderen auf der Straße - in halbgelösten Unordnungen.--------Es gibt
viel Menschenmaterial, das in Reykjavik zu dieser Zeit aufwächst! Seid ihr an einem Haus vorbeigegangen, das gebaut wird - am liebsten am Abend, nachdem die Arbeiter
nach Hause gegangen sind? - Habt ihr da nicht kleine Straßenjungen weglaufen sehen, die Spucke und Tauschwert
für ihre Mutter mitnahmen? Seid ihr an den Kohlebehältern von Kaufleuten oder der Staatskasse vorbeigegangen. - Dort sind die Jungen ein wenig stämmiger und haben
Taschen, die ihnen zu Hause gegeben werden-------"
So wird Bessi reden lassen. Aber Haushaltsvorstände und andere
sind oft und häufig aus ihren Heimen in anderen Angelegenheiten
als Bessi erwähnt. Aber an derselben Stelle kommt mit Erziehung und
Überwachung zusammen. Das Heim ist Heimlosigkeit. Und diese Heime
wollen einige Parlamentarier ganz der Kinderziehung anvertrauen. - Nein,
dann würde Bessi gamli lieber die Kinder weggeben.
Aber er ist klüger als unsere Parlamentarier.