Bessi gamli # 66739
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Bessi gamli. Humorvoller Roman aus Reykjavík von Jón Trausta.
In Verði 1.árg 1917 / 1918 11. tbl wird von Bessi gamli berichtet.
Das letzte Buch von Jón Trausta heißt Bessi gamli. Dort verbinden sich
Weisheit und Torheit, wie es geschieht. Hier soll gezeigt werden,
dass der Dichter klar sieht, was um ihn herum ist. Bessi gamli ist
ein kluger Mann und hat große Lebenserfahrung. Ein Ehepaar,
dem er wohlwollend gegenübersteht, besucht ihn, nachdem sie ihre
Verlobung bekannt gegeben haben. Der Mann empfängt sie freundlich.
"Ihr könnt keine Kinder bekommen," sagte er, — "oder wenn doch, dann gebt sie fort."
Sie fragen ihn, warum. Er antwortet:
"Habt ihr nicht gesehen, wie die Kinder in Reykjavíks Freiheit aufwachsen?
Wollt ihr zu dieser Gruppe hinzufügen? Oder denkt ihr, dass eure Kinder
eine Ausnahme sind und ihr es schafft, sie anders aufzuziehen als
die Kinder anderer? — Die Heime, die bis zu unseren Tagen
Brutstätten der Sittlichkeit waren, die sichersten Orte der Zucht
und Umgestaltung, die Stützen der Gesellschaft, — sind
zerfallen, zerissen bis zur Wurzel. Der Hausherr ist im Spielclub
— oder in der Stadtverwaltung. Die Hausfrau ist auf irgendeiner Versammlung.
Die Hausangestellte ist in der Tanzschule. Die alte Großmutter sitzt
im Bett, weil das ganze Haus eiskalt ist. Die älteren Kinder sind in
Jugendvereinen; die anderen auf der Straße — in halbwegs wildem Zustand.------------
Es ist vieles, was Menschenkinder in Reykjavík heutzutage erleben!
Seid ihr an einem Haus vorbeigegangen, das gerade gebaut wird
— besonders am Abend, nachdem die Handwerker heimgegangen sind?
— Habt ihr dann nicht kleine Jungen und Mädchen gesehen,
die heimlich mit Spucke verschwanden und es ihrer Mutter brachten?
Seid ihr an den Kohlenschuppen der Kaufleute oder der Staatskasse vorbeigegangen.
— Dort sind die kleinen Jungen etwas selbstbewusster und haben Taschen,
die ihnen von zu Hause mitgegeben wurden-------"
So lässt Bessi sprechen. Aber Haushaltsvorstände und andere sind
oft und häufig aus ihren Heimen in anderen Angelegenheiten unterwegs,
als die, die Bessi erwähnt. Aber an derselben Stelle geht es um Erziehung und Aufsicht.
Das Heim ist heimatlos. Und einige Parlamentarier wollen diesen Heimen
die ganze Erziehung der Kinder übertragen. — Nein,
dann würde Bessi gamli lieber die Kinder fortgeben wollen.
Aber er ist kluger als unsere Parlamentarier.
In Verði 1.árg 1917 / 1918 11. tbl wird von Bessi gamli berichtet.
Das letzte Buch von Jón Trausta heißt Bessi gamli. Dort verbinden sich
Weisheit und Torheit, wie es geschieht. Hier soll gezeigt werden,
dass der Dichter klar sieht, was um ihn herum ist. Bessi gamli ist
ein kluger Mann und hat große Lebenserfahrung. Ein Ehepaar,
dem er wohlwollend gegenübersteht, besucht ihn, nachdem sie ihre
Verlobung bekannt gegeben haben. Der Mann empfängt sie freundlich.
"Ihr könnt keine Kinder bekommen," sagte er, — "oder wenn doch, dann gebt sie fort."
Sie fragen ihn, warum. Er antwortet:
"Habt ihr nicht gesehen, wie die Kinder in Reykjavíks Freiheit aufwachsen?
Wollt ihr zu dieser Gruppe hinzufügen? Oder denkt ihr, dass eure Kinder
eine Ausnahme sind und ihr es schafft, sie anders aufzuziehen als
die Kinder anderer? — Die Heime, die bis zu unseren Tagen
Brutstätten der Sittlichkeit waren, die sichersten Orte der Zucht
und Umgestaltung, die Stützen der Gesellschaft, — sind
zerfallen, zerissen bis zur Wurzel. Der Hausherr ist im Spielclub
— oder in der Stadtverwaltung. Die Hausfrau ist auf irgendeiner Versammlung.
Die Hausangestellte ist in der Tanzschule. Die alte Großmutter sitzt
im Bett, weil das ganze Haus eiskalt ist. Die älteren Kinder sind in
Jugendvereinen; die anderen auf der Straße — in halbwegs wildem Zustand.------------
Es ist vieles, was Menschenkinder in Reykjavík heutzutage erleben!
Seid ihr an einem Haus vorbeigegangen, das gerade gebaut wird
— besonders am Abend, nachdem die Handwerker heimgegangen sind?
— Habt ihr dann nicht kleine Jungen und Mädchen gesehen,
die heimlich mit Spucke verschwanden und es ihrer Mutter brachten?
Seid ihr an den Kohlenschuppen der Kaufleute oder der Staatskasse vorbeigegangen.
— Dort sind die kleinen Jungen etwas selbstbewusster und haben Taschen,
die ihnen von zu Hause mitgegeben wurden-------"
So lässt Bessi sprechen. Aber Haushaltsvorstände und andere sind
oft und häufig aus ihren Heimen in anderen Angelegenheiten unterwegs,
als die, die Bessi erwähnt. Aber an derselben Stelle geht es um Erziehung und Aufsicht.
Das Heim ist heimatlos. Und einige Parlamentarier wollen diesen Heimen
die ganze Erziehung der Kinder übertragen. — Nein,
dann würde Bessi gamli lieber die Kinder fortgeben wollen.
Aber er ist kluger als unsere Parlamentarier.