Djúpið # 86278

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Location
Reykjavík
Date
1974
Condition
Binding
Djúpið. Roman von Steinar Sigurjónsson.
Steinar Sigurjónsson gehört zu den bedeutendsten isländischen Autoren der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine frühen Werke schlugen einen Ton an, der in der isländischen Literatur bisher nicht zu hören war. Die Themen waren neu – das Grauwerk des Fischerdorfes, das nach Schönheit strebende menschliche Verlangen erstickt – und ebenso seine Methoden: Steinar war in gewisser Weise ein Pionier der modernen Erzählkunst auf Island, war aber auch ein bemerkenswerter Dichter.


Steinars erstes Buch, Hér erum við, erschien 1955. Zu seinen Hauptwerken gehören Ástarsaga, Blandað í svartan dauðann, Farðu burt skuggi und Kjallarann. Steinar schrieb auch zahlreiche Theaterstücke und Novellen, von denen einige im Radio aufgeführt wurden.


Er schrieb seine Werke nicht nur unter eigenem Namen, sondern auch unter den Pseudonymen Steinar á Sandi, Sjóni Sands und Bugði Beygluson.


Steinars Stellung in der isländischen Literaturgeschichte ist nicht das gewesen, was sie hätte sein sollen, obwohl klar ist, dass er ein Innovator in dieser Hinsicht war und einen wertvollen Einfluss auf jüngere Autoren ausübte. Es gibt viele Gründe dafür. Seine Außenseiterposition im Leben scheint eine Rolle gespielt zu haben, ebenso wie die Tatsache, dass seine Werke selten gedruckt wurden – Werke, die in gewisser Weise in der isländischen Literatur des 20. Jahrhunderts einzigartig sind. Sie zeichnen sich durch die seltene Eigenschaft aus, fortschrittlich zu sein und gleichzeitig natürlich aus der Umgebung des Dichters hervorzugehen, als Widerspiegelung und Reaktion. In dieser Hinsicht steht Steinar in einer Reihe mit einigen der bedeutendsten Modernisten des 20. Jahrhunderts im Bereich der Romankunst.


Steinar Sigurjónsson wurde am 9. März 1928 in Hellissandi geboren. Er zog jung nach Akraness und wuchs dort auf. Steinar erlernte das Druckerhandwerk bei Hrappseyjarprent und Prentverk Akraness und schloss seine Ausbildung zum Drucker an der Berufsschule Akraness im Jahr 1950 ab. Er arbeitete mehrere Jahre vollständig in seinem Beruf, wandte sich dann aber dem Schreiben zu, manchmal parallel zum Druckerhandwerk. Steinar Sigurjónsson starb am 2. Oktober 1992 in Holland.

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