Fjölnir. Ársrit handa Íslendingum # 56503
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Author
—
Location
Reykjavík
Date
1943
Condition
—
Binding
—
Fjölnir. Ársrit handa Íslendingum. Herausgegeben von Brynjólfur Pétursson, Jónas Hallgrímsson, Konráð Gíslason und Tómas Sæmundsson.
Kopenhagen, 1835-1847. Fotodruck bei Lithoprent, Reykjavík 1943-1944.
Fjölnir war eine isländische Zeitschrift, die in den Jahren 1835-1847 in Kopenhagen neunmal erschien. Die Gründer von Fjölnir wurden Fjölnismenn genannt und waren Brynjólfur Pétursson, Jónas Hallgrímsson, Konráð Gíslason und Tómas Sæmundsson. Zu dieser Zeit studierten sie alle in Kopenhagen.
Sie gaben die Zeitschrift bis 1838 gemeinsam heraus, aber den 5. Jahrgang 1839 gab Tómas Sæmundsson allein und auf eigene Kosten heraus, und Fjölnir wurde in diesem Jahr in der Druckerei von Viðey gedruckt. Tómas war inzwischen nach Hause gezogen und Pfarrer in Breiðabólstaður in Fljótshlíð geworden. Danach stellte sich die Veröffentlichung für eine Weile ein, aber während dieser Zeit hielt sich Jónas auf Island auf und beschäftigte sich mit naturwissenschaftlichen Forschungen. 1843 kam Fjölnir unter neuer Leitung heraus. Inzwischen hatte eine Vereinigung, das Fjölnisfélagið oder Nokkrir Íslendingar, die Veröffentlichung übernommen. Gísli Magnússon war zunächst und dann Halldór Kr. Friðriksson Verantwortlicher. Die Zeitschrift erschien 1846 nicht, aber die letzte Ausgabe wurde 1847 veröffentlicht und war Jónas Hallgrímsson gewidmet, der im Frühling zuvor gestorben war.
Fjölnir kündigte die Romantik in der isländischen Literatur an. Viele der wichtigsten Gedichte von Jónas Hallgrímsson wurden zuerst in Fjölnir veröffentlicht, und die Zeitschrift war zugleich ein Manifest für die Reinheit der Sprache sowie für nationale Freiheit und Fortschrittsfragen. Fjölnir erhielt gemischte Reaktionen, unter anderem wegen seiner ungewöhnlichen Orthographie und weil Angesehene die Fjölnismenn für zu kühn befanden, aber die Zeitschrift trug stark zur Erneuerung der isländischen Schriftsprache bei und hatte langfristige Auswirkungen auf das kulturelle und politische Leben Islands.
Kopenhagen, 1835-1847. Fotodruck bei Lithoprent, Reykjavík 1943-1944.
Fjölnir war eine isländische Zeitschrift, die in den Jahren 1835-1847 in Kopenhagen neunmal erschien. Die Gründer von Fjölnir wurden Fjölnismenn genannt und waren Brynjólfur Pétursson, Jónas Hallgrímsson, Konráð Gíslason und Tómas Sæmundsson. Zu dieser Zeit studierten sie alle in Kopenhagen.
Sie gaben die Zeitschrift bis 1838 gemeinsam heraus, aber den 5. Jahrgang 1839 gab Tómas Sæmundsson allein und auf eigene Kosten heraus, und Fjölnir wurde in diesem Jahr in der Druckerei von Viðey gedruckt. Tómas war inzwischen nach Hause gezogen und Pfarrer in Breiðabólstaður in Fljótshlíð geworden. Danach stellte sich die Veröffentlichung für eine Weile ein, aber während dieser Zeit hielt sich Jónas auf Island auf und beschäftigte sich mit naturwissenschaftlichen Forschungen. 1843 kam Fjölnir unter neuer Leitung heraus. Inzwischen hatte eine Vereinigung, das Fjölnisfélagið oder Nokkrir Íslendingar, die Veröffentlichung übernommen. Gísli Magnússon war zunächst und dann Halldór Kr. Friðriksson Verantwortlicher. Die Zeitschrift erschien 1846 nicht, aber die letzte Ausgabe wurde 1847 veröffentlicht und war Jónas Hallgrímsson gewidmet, der im Frühling zuvor gestorben war.
Fjölnir kündigte die Romantik in der isländischen Literatur an. Viele der wichtigsten Gedichte von Jónas Hallgrímsson wurden zuerst in Fjölnir veröffentlicht, und die Zeitschrift war zugleich ein Manifest für die Reinheit der Sprache sowie für nationale Freiheit und Fortschrittsfragen. Fjölnir erhielt gemischte Reaktionen, unter anderem wegen seiner ungewöhnlichen Orthographie und weil Angesehene die Fjölnismenn für zu kühn befanden, aber die Zeitschrift trug stark zur Erneuerung der isländischen Schriftsprache bei und hatte langfristige Auswirkungen auf das kulturelle und politische Leben Islands.