Hávamál í ljósi íslenskrar menningar # 78451
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Hávamál í ljósi íslenskrar menningar. Von Hermann Pálsson.
Das Hávamál in seiner heutigen Form scheint aus dem zwölften Jahrhundert zu stammen, doch sind viele Teile davon erheblich älter und haben tiefe Wurzeln im heidnischen Brauch. Es enthält nicht nur uralte Gedanken über Óðinn, den alten Gott der Dichtkunst und Weisheit, sondern auch zeitlose Lehren über menschliche Werte, die aus dem Süden jenseits des Meeres stammen.
Als die Isländer um die Wende zum elften Jahrhundert das Christentum annahmen, hörten sie auf, an Óðinn zu glauben, weigerten sich aber, ihn völlig zu vergessen, denn sie genossen weiterhin die alten Mythologien und Göttergedichte, die sie gewissenhaft über mehrere Generationen bewahrten, bis Snorri Sturluson sie in der Gylfaginning und den Skáldskaparmálum unsterblich machte, die zu den wertvollsten Schriften gehören, die je hier erschaffen wurden.
Das Hávamál erzählt von der rätselhaften Geschichte Óðinns, der sein Leben aufgab, als er das Dichtermet von den Riesen stahl und es in Adlergestalt nach Ásgarð brachte. Auf dieser Reise hielt sich Óðinn bei Gunnlöð, der Tochter Suttungs, in Hnitbjörg auf, was berühmt geworden ist. Das Hávamál lässt die vielen Ehen Óðinns nicht unerwähnt.
Gelehrte Menschen meinen, dass der Kern des Hávamál in einer sehr alten Weisheit liegt, dass Einzelne sterblich sind, die Menschheit selbst aber bestehen bleibt. Ein wesentlicher Zweck besteht darin, wissbegierige Menschen die Kunst zu lehren, zu leben und sie zu lehren, Freundschaft, Weisheit, Gastfreundschaft, Ruhm, Höflichkeit, Liebe, Mäßigung, Glück und Schicksal zu schätzen. Das Hávamál gehört zu jenen alten Gedichten, die alle nachdenklichen Isländer kennen sollten.
In dieser Ausgabe wird sorgfältig auf die Gedankenwelt des Hávamál eingegangen, und es wird auch der Stellung dieser Gedichte in der isländischen Literatur nachgespürt; besondere Betonung liegt auf ihrer Verwandtschaft mit anderen Gedichten in ähnlicher Versform.
Die umfangreichen Erläuterungen sollen es den Lesern leicht machen, das Gedicht zu verstehen, und sie gleichzeitig ermutigen, das Gedicht im Lichte anderer Werke zu betrachten, die hier in früheren Zeitaltern geschaffen wurden.
Das Hávamál in seiner heutigen Form scheint aus dem zwölften Jahrhundert zu stammen, doch sind viele Teile davon erheblich älter und haben tiefe Wurzeln im heidnischen Brauch. Es enthält nicht nur uralte Gedanken über Óðinn, den alten Gott der Dichtkunst und Weisheit, sondern auch zeitlose Lehren über menschliche Werte, die aus dem Süden jenseits des Meeres stammen.
Als die Isländer um die Wende zum elften Jahrhundert das Christentum annahmen, hörten sie auf, an Óðinn zu glauben, weigerten sich aber, ihn völlig zu vergessen, denn sie genossen weiterhin die alten Mythologien und Göttergedichte, die sie gewissenhaft über mehrere Generationen bewahrten, bis Snorri Sturluson sie in der Gylfaginning und den Skáldskaparmálum unsterblich machte, die zu den wertvollsten Schriften gehören, die je hier erschaffen wurden.
Das Hávamál erzählt von der rätselhaften Geschichte Óðinns, der sein Leben aufgab, als er das Dichtermet von den Riesen stahl und es in Adlergestalt nach Ásgarð brachte. Auf dieser Reise hielt sich Óðinn bei Gunnlöð, der Tochter Suttungs, in Hnitbjörg auf, was berühmt geworden ist. Das Hávamál lässt die vielen Ehen Óðinns nicht unerwähnt.
Gelehrte Menschen meinen, dass der Kern des Hávamál in einer sehr alten Weisheit liegt, dass Einzelne sterblich sind, die Menschheit selbst aber bestehen bleibt. Ein wesentlicher Zweck besteht darin, wissbegierige Menschen die Kunst zu lehren, zu leben und sie zu lehren, Freundschaft, Weisheit, Gastfreundschaft, Ruhm, Höflichkeit, Liebe, Mäßigung, Glück und Schicksal zu schätzen. Das Hávamál gehört zu jenen alten Gedichten, die alle nachdenklichen Isländer kennen sollten.
In dieser Ausgabe wird sorgfältig auf die Gedankenwelt des Hávamál eingegangen, und es wird auch der Stellung dieser Gedichte in der isländischen Literatur nachgespürt; besondere Betonung liegt auf ihrer Verwandtschaft mit anderen Gedichten in ähnlicher Versform.
Die umfangreichen Erläuterungen sollen es den Lesern leicht machen, das Gedicht zu verstehen, und sie gleichzeitig ermutigen, das Gedicht im Lichte anderer Werke zu betrachten, die hier in früheren Zeitaltern geschaffen wurden.