J. H. O. Djurhuus. Ein bókmentalig ævisøga I-III. # 62274
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J. H. O. Djurhuus. Eine literarische Biographie I-III. Von Hanus Andreassen.
Janus Djurhuus, eigentlich Jens Hendrik Oliver Djurhuus, üblicherweise abgekürzt zu J.H.O. Djurhuus (26. Februar 1881 – 31. August 1948), war der erste moderne Dichter der Färöer.
Jens Hendrik Oliver wurde in Tórshavn als Sohn von Óla Jákup Djurhuus und Else Marie (geb. Poulsen aus Hósvík) geboren. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Hans Andrias Djurhuus wurde ebenfalls ein berühmter färöischer Dichter, aber ganz anders. Man sagt, dass Janus der am meisten respektierte Dichter der Färöer ist, während Hans Andrias immer noch der Liebling des Volkes ist. Janus war mit Anna Kathrine Sofie Christiansen verheiratet, aber die Ehe wurde aufgelöst.
Er zeigte früh eine ungewöhnliche Begabung und las bereits in der Realschule Latein und Griechisch. Sein Sinn für seine Muttersprache wurde nach eigenen Aussagen geweckt, als er in der Schule einen seiner Schulkameraden, den späteren Propst Jákup Dahl, das Gedicht "Nú er tann stundin..." des Dichters und Nationalkämpfers Jóannes Patursson rezitieren hörte.
Janus Djurhuus machte 1897 sein Vorexamen und reiste dann nach Dänemark, um eine Lateinschule zu besuchen. Er hielt sich zunächst in Kopenhagen auf, zog aber bald nach Rønne auf Bornholm um, wo sein Mentor Emil Bruun Priester geworden war.
Janus Djurhuus machte 1900 sein Abitur, und ein Jahr später debütierte er mit dem Gedicht Blíð er summarnátt á Føroyalandi in der Zeitschrift Tingakrossur. 1911 wurde Djurhuus cand. jur. und arbeitete danach als Anwalt sowohl in Dänemark als auch auf den Färöern. 1914 erschien seine erste Gedichtsammlung: Yrkingar (Gedichte).
Danach ging es Schlag auf Schlag. Es entstanden fünf Gedichtsammlungen und eine Reihe von Übersetzungen griechischer Dichter, von denen die bedeutendste die Übersetzung von Homers Ilias (Ilionskvæði auf Färöisch) war. Man erzählt sich auf den Färöern, dass ein griechisches Schiff einmal in Tórshavn anlegte und Janus Djurhuus an Bord ging und den Kapitän fragte. Als er auf das Deck kam, begann Djurhuus, die Odyssee zu rezitieren – auf Altgriechisch und auswendig. Der Kapitän, der selbst literarisch gebildet war, stockte einen Moment, bevor er einstimmte.
Als Janus Djurhuus 1948 starb, lagen über 200 Gedichte und poetische Übersetzungen aus seiner Hand vor.
Die klassische antike Literatur und seine Kenntnisse des Griechischen und Lateinischen durchziehen Janus Djurhuus' poetische Werke. Aber auch die Strömungen der Zeit mit ihrer Nationalromantik, seine Vorliebe für die färöische Sprache und die Kenntnisse der altnordischen Literatur haben ihn zum unbestrittenen größten Dichter der Färöer gemacht – zum Vater der modernen färöischen Poesie.
Janus Djurhuus, eigentlich Jens Hendrik Oliver Djurhuus, üblicherweise abgekürzt zu J.H.O. Djurhuus (26. Februar 1881 – 31. August 1948), war der erste moderne Dichter der Färöer.
Jens Hendrik Oliver wurde in Tórshavn als Sohn von Óla Jákup Djurhuus und Else Marie (geb. Poulsen aus Hósvík) geboren. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Hans Andrias Djurhuus wurde ebenfalls ein berühmter färöischer Dichter, aber ganz anders. Man sagt, dass Janus der am meisten respektierte Dichter der Färöer ist, während Hans Andrias immer noch der Liebling des Volkes ist. Janus war mit Anna Kathrine Sofie Christiansen verheiratet, aber die Ehe wurde aufgelöst.
Er zeigte früh eine ungewöhnliche Begabung und las bereits in der Realschule Latein und Griechisch. Sein Sinn für seine Muttersprache wurde nach eigenen Aussagen geweckt, als er in der Schule einen seiner Schulkameraden, den späteren Propst Jákup Dahl, das Gedicht "Nú er tann stundin..." des Dichters und Nationalkämpfers Jóannes Patursson rezitieren hörte.
Janus Djurhuus machte 1897 sein Vorexamen und reiste dann nach Dänemark, um eine Lateinschule zu besuchen. Er hielt sich zunächst in Kopenhagen auf, zog aber bald nach Rønne auf Bornholm um, wo sein Mentor Emil Bruun Priester geworden war.
Janus Djurhuus machte 1900 sein Abitur, und ein Jahr später debütierte er mit dem Gedicht Blíð er summarnátt á Føroyalandi in der Zeitschrift Tingakrossur. 1911 wurde Djurhuus cand. jur. und arbeitete danach als Anwalt sowohl in Dänemark als auch auf den Färöern. 1914 erschien seine erste Gedichtsammlung: Yrkingar (Gedichte).
Danach ging es Schlag auf Schlag. Es entstanden fünf Gedichtsammlungen und eine Reihe von Übersetzungen griechischer Dichter, von denen die bedeutendste die Übersetzung von Homers Ilias (Ilionskvæði auf Färöisch) war. Man erzählt sich auf den Färöern, dass ein griechisches Schiff einmal in Tórshavn anlegte und Janus Djurhuus an Bord ging und den Kapitän fragte. Als er auf das Deck kam, begann Djurhuus, die Odyssee zu rezitieren – auf Altgriechisch und auswendig. Der Kapitän, der selbst literarisch gebildet war, stockte einen Moment, bevor er einstimmte.
Als Janus Djurhuus 1948 starb, lagen über 200 Gedichte und poetische Übersetzungen aus seiner Hand vor.
Die klassische antike Literatur und seine Kenntnisse des Griechischen und Lateinischen durchziehen Janus Djurhuus' poetische Werke. Aber auch die Strömungen der Zeit mit ihrer Nationalromantik, seine Vorliebe für die färöische Sprache und die Kenntnisse der altnordischen Literatur haben ihn zum unbestrittenen größten Dichter der Färöer gemacht – zum Vater der modernen färöischen Poesie.