Kyssti mig sól # 64195
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Die Sonne küsste mich. Gedichte von Guðmund Böðvarsson. Erstes Buch von Guðmund Böðvarsson.
Die Sonne küsste mich
Die Sonne küsste mich und sagte:
Siehst du nicht, wie ich leuchte?
Vergiss nun die scharfen Winterstacheln,
vergiss ihn, meine Liebe.
Ich bin jetzt achtzehn Jahre alt.
Da brandete der Herbst seine Harfe
in meinem Sinn in schwerem Schlag.
Deshalb fragte ich: Kannst du diesen Ruhm vergessen,
der hier Tag und Nacht erklingt
und über dem Todesurteil schwebt?
Denn der weichen Birkenwald
wartet das Laubfall und Trauer,
und deinem Frühlings-Auge warten Schlaflosigkeitsmahnungen
in des Winters stiller Burg.
Du weinst an den gefrorenen Fenstern.
Da lachte sie in mein Herz,
strich mir das Haar und sprach:
Blick mir in die Augen, wenn du kannst,
meine Liebe, tu es –
und sag dann: Das ist Winter.
Da versagten mir die Gründe, und danach
singt in meinem Sinn
der heisere Wind und die rauschende Welle,
wo, o wo immer ich gehe:
Jetzt ist sie achtzehn Jahre alt.
Die Sonne küsste mich
Die Sonne küsste mich und sagte:
Siehst du nicht, wie ich leuchte?
Vergiss nun die scharfen Winterstacheln,
vergiss ihn, meine Liebe.
Ich bin jetzt achtzehn Jahre alt.
Da brandete der Herbst seine Harfe
in meinem Sinn in schwerem Schlag.
Deshalb fragte ich: Kannst du diesen Ruhm vergessen,
der hier Tag und Nacht erklingt
und über dem Todesurteil schwebt?
Denn der weichen Birkenwald
wartet das Laubfall und Trauer,
und deinem Frühlings-Auge warten Schlaflosigkeitsmahnungen
in des Winters stiller Burg.
Du weinst an den gefrorenen Fenstern.
Da lachte sie in mein Herz,
strich mir das Haar und sprach:
Blick mir in die Augen, wenn du kannst,
meine Liebe, tu es –
und sag dann: Das ist Winter.
Da versagten mir die Gründe, und danach
singt in meinem Sinn
der heisere Wind und die rauschende Welle,
wo, o wo immer ich gehe:
Jetzt ist sie achtzehn Jahre alt.