Liljublöð # 60774
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Liljublöð. Gedichte von Lilja Björnsdóttir.
In der Alþýðublaðinu vom 30. Oktober 1962 gibt es ein Interview mit Lilja Björnsdóttir. Darin sagt Lilja unter anderem - "Mein Durst nach Wissen war schon immer groß und er hat mich nie verlassen. Als ich sechzig wurde, bat ich darum, an Isländischstunden an der Universität teilnehmen zu dürfen. Das wurde mir gestattet, und einen ganzen Winter lang saß ich als alte Frau inmitten all der jungen Menschen. Doch das war mir ein unbezahlbares Vergnügen. Und als ich ungefähr im gleichen Alter war, besuchte ich Kurse, um mir mehr Bildung anzueignen. Die Bänke dort sind klein und eng, und ich bin so dick, dass ich nicht dachte, dass ich Platz finden würde. Die Jungs hatten großen Spaß, aber ich machte weiter und genoss es."
Ich hätte der Last dieses Lebens und dem, was mir der Herr auferlegt hat, nachgegeben, wenn mich die Gedichte und meine Wissensdurst nicht unterstützt hätten. Ein Vers, der über mich geschrieben wurde, hat mir auch den Mut bewahrt
Des Himmels Wasser und kalte Schauer
schrecken nicht den hellen Sinn,
gegen tausendfache Leiden und Trauer
schwingt er seinen kühnen Flug dahin.
In der Alþýðublaðinu vom 30. Oktober 1962 gibt es ein Interview mit Lilja Björnsdóttir. Darin sagt Lilja unter anderem - "Mein Durst nach Wissen war schon immer groß und er hat mich nie verlassen. Als ich sechzig wurde, bat ich darum, an Isländischstunden an der Universität teilnehmen zu dürfen. Das wurde mir gestattet, und einen ganzen Winter lang saß ich als alte Frau inmitten all der jungen Menschen. Doch das war mir ein unbezahlbares Vergnügen. Und als ich ungefähr im gleichen Alter war, besuchte ich Kurse, um mir mehr Bildung anzueignen. Die Bänke dort sind klein und eng, und ich bin so dick, dass ich nicht dachte, dass ich Platz finden würde. Die Jungs hatten großen Spaß, aber ich machte weiter und genoss es."
Ich hätte der Last dieses Lebens und dem, was mir der Herr auferlegt hat, nachgegeben, wenn mich die Gedichte und meine Wissensdurst nicht unterstützt hätten. Ein Vers, der über mich geschrieben wurde, hat mir auch den Mut bewahrt
Des Himmels Wasser und kalte Schauer
schrecken nicht den hellen Sinn,
gegen tausendfache Leiden und Trauer
schwingt er seinen kühnen Flug dahin.