Ljóð án lags # 7363
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Gedichte ohne Melodie. Gedichte von Reinhardt Reinhardtsson.
Ævar R. Kvaran schreibt eine Einleitung: Ein paar Worte über den Autor.
Reinhardt Reinhardtsson wurde in Mjóafjörður geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Später lebte er viele Jahre in Norðfjörður. Er soll norwegischer Abstammung väterlicherseits gewesen sein.
Mit vierzig Wochen nahm Steinn Jónsson, damals ein bekannter Grundschullehrer in Mjóafjörður, diesen kleinen und vernachlässigten Jungen in Pflege. Danach teilten sie die Gaben des Lebens und seine Geschenke 43 Jahre lang.
Reinhardts Frau war Ólöf Ögmundsdóttir aus Þistilfjörður. Das Ehepaar hatte lange Zeit seinen Wohnsitz in Reykjavík und betrieb dort das Hallenbad Efnalaug Austurbær mit Filialen.
Norðfjörður
Wieder blicke ich auf den schönen Fjord,
wunderschön blau, tief und weit,
schlummernd fest in der Armut der Hänge;
Wolken stehen und sollen es sein,
gehüllt in herrliche Morgenglut
und des Abendscheins rote Decke
die Berge steil und himmelshoch.
Egils rote Ansiedlung breitet sich aus
weht von Strand bis Heide,
Bäche glitzern, Wasserfälle brausen;
über die Berghänge streicht Wind.
Mit dem Anbruch der Sommerzeit sieht man
die schwarzbraune Schattenhanghöhe
zum Himmelslicht aufsteigen.
Singend süß auf silbernen Saiten
das Sommerlied bei Wiesen und Feldern
der Bach fließt. Sanft und lange
grüne Inseln hören zu.
Am kalten Meersand oben
stimmt der Wellen ihre Harfe;
weiß ist der Schoß und das Gewand blau.
Über das Land schweife ich mit Blicken;
die meisten Ortsnamen kenne ich dort;
unter der hellen Stirn des Gletschers
sehe ich das schöne Fannadal.
Bei Droplaugar bei kühnen Söhnen
weilt mein Geist in Hoffnung,
wenn ich über Bergen träume.
Tempel, euch verehrten heidnische Zeiten,
scharfe Brände, die das Volk schüttelte,
so strömte Blut in wilden Strömen
und Kriegsgetümmel durch die Luft brauste.
Hier liegt in der Wiege die Geschichte,
die bis zu unseren Tagen reicht
krönt den Glanz des Hügels des Helden.
Ich höre Kirchenglocken läuten,
Geistliche singen stolz ihre Messen;
die Erinnerungen erwachen aufs Neue
das schöne Skorrastaðir auf.
Hier war Großzügigkeit und Herrschaftswesen,
von hier leuchtete es wie Tageslicht
Wahrheitssonne, die unterging.
Die Gehöfte verstreut über blumige Gründe
unter steilen Berghängen
erinnern an Kindheitsstunden,
die viel zu schnell vorbeigingen.
Zeiten ändern sich; die Häuser wachsen;
Pflüge und Eggen vergrößern die Felder.
Doch das alte Bild kann man sehen.
Am Fuße des Felsens ausgewählt
wächst das Dorf aus alten Wurzeln.
Voran, neue Wege brechen wir,
es ist die Botschaft unserer Zeit.
Erleichtern die Last alter Rücken,
heben die schwersten Getreidebündel
Elbe-Wasserfall und Heißquellen.
Die Berge hoch ins ferne Hochland
heben den Sinn, und die tiefe Bläue
weitet den Blick, doch das Kleine
soll nicht vergessen sein; das achte man.
Schöne Gegend, dich erfreue unser jedes Jahr;
Wiegenlied singe dir die Vergangenheit;
Segen ströme über Strand und Tal.
Ævar R. Kvaran schreibt eine Einleitung: Ein paar Worte über den Autor.
Reinhardt Reinhardtsson wurde in Mjóafjörður geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Später lebte er viele Jahre in Norðfjörður. Er soll norwegischer Abstammung väterlicherseits gewesen sein.
Mit vierzig Wochen nahm Steinn Jónsson, damals ein bekannter Grundschullehrer in Mjóafjörður, diesen kleinen und vernachlässigten Jungen in Pflege. Danach teilten sie die Gaben des Lebens und seine Geschenke 43 Jahre lang.
Reinhardts Frau war Ólöf Ögmundsdóttir aus Þistilfjörður. Das Ehepaar hatte lange Zeit seinen Wohnsitz in Reykjavík und betrieb dort das Hallenbad Efnalaug Austurbær mit Filialen.
Norðfjörður
Wieder blicke ich auf den schönen Fjord,
wunderschön blau, tief und weit,
schlummernd fest in der Armut der Hänge;
Wolken stehen und sollen es sein,
gehüllt in herrliche Morgenglut
und des Abendscheins rote Decke
die Berge steil und himmelshoch.
Egils rote Ansiedlung breitet sich aus
weht von Strand bis Heide,
Bäche glitzern, Wasserfälle brausen;
über die Berghänge streicht Wind.
Mit dem Anbruch der Sommerzeit sieht man
die schwarzbraune Schattenhanghöhe
zum Himmelslicht aufsteigen.
Singend süß auf silbernen Saiten
das Sommerlied bei Wiesen und Feldern
der Bach fließt. Sanft und lange
grüne Inseln hören zu.
Am kalten Meersand oben
stimmt der Wellen ihre Harfe;
weiß ist der Schoß und das Gewand blau.
Über das Land schweife ich mit Blicken;
die meisten Ortsnamen kenne ich dort;
unter der hellen Stirn des Gletschers
sehe ich das schöne Fannadal.
Bei Droplaugar bei kühnen Söhnen
weilt mein Geist in Hoffnung,
wenn ich über Bergen träume.
Tempel, euch verehrten heidnische Zeiten,
scharfe Brände, die das Volk schüttelte,
so strömte Blut in wilden Strömen
und Kriegsgetümmel durch die Luft brauste.
Hier liegt in der Wiege die Geschichte,
die bis zu unseren Tagen reicht
krönt den Glanz des Hügels des Helden.
Ich höre Kirchenglocken läuten,
Geistliche singen stolz ihre Messen;
die Erinnerungen erwachen aufs Neue
das schöne Skorrastaðir auf.
Hier war Großzügigkeit und Herrschaftswesen,
von hier leuchtete es wie Tageslicht
Wahrheitssonne, die unterging.
Die Gehöfte verstreut über blumige Gründe
unter steilen Berghängen
erinnern an Kindheitsstunden,
die viel zu schnell vorbeigingen.
Zeiten ändern sich; die Häuser wachsen;
Pflüge und Eggen vergrößern die Felder.
Doch das alte Bild kann man sehen.
Am Fuße des Felsens ausgewählt
wächst das Dorf aus alten Wurzeln.
Voran, neue Wege brechen wir,
es ist die Botschaft unserer Zeit.
Erleichtern die Last alter Rücken,
heben die schwersten Getreidebündel
Elbe-Wasserfall und Heißquellen.
Die Berge hoch ins ferne Hochland
heben den Sinn, und die tiefe Bläue
weitet den Blick, doch das Kleine
soll nicht vergessen sein; das achte man.
Schöne Gegend, dich erfreue unser jedes Jahr;
Wiegenlied singe dir die Vergangenheit;
Segen ströme über Strand und Tal.