Magnúss saga blinda # 59022

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Magnúss saga blinda. Von Snorra Sturluson. Steingrímur Pálsson zur Drucklegung bearbeitet.



Anfang der Geschichte von Magnús dem Blinden



Magnús, Sohn des Königs Sigurður, wurde zum König über ganz Norwegen erhoben, da das Volk König Sigurður zugesagt hatte. Daraufhin huldigten ihm viele Männer und auch die Landherren.


Magnús war schöner als alle anderen Männer in Norwegen zu jener Zeit. Er war ein charakterstarker und grausamer Mann, sehr geschickt, aber die Beliebtheit seines Vaters machte ihm das meiste Vertrauen des Volkes. Er war ein großer Trinker, habgierig, widerspenstig und ungerecht.


Haraldur gilli war ein leichtlebiger, fröhlicher, spielerischer, demütiger Mann, schnell, so dass er auch seine Freunde nicht schonte, nachgiebig, so dass er anderen erlaubte, mit ihm in allem zu raten, das sie wollten. All dies trug zu seiner Beliebtheit und seinem Ruf bei. Viele Mächtige wandten sich daraufhin Haraldur genauso sehr zu wie Magnús.


Haraldur war gerade in Túnsberg, als er vom Tode seines Bruders, König Sigurður, erfuhr. Er hatte bereits mit seinen Freunden Pläne geschmiedet und sie beschlossen, eine Versammlung in der Stadt abzuhalten. Auf dieser Versammlung wurde Haraldur zum König über die Hälfte des Landes erhoben. Die Eide, die er leisten musste, waren dieselben wie die seines Vaters. Haraldur berief sich einen Hofstaat und machte Landherren. Schnell zog er genauso viele Männer an wie König Magnús. Daraufhin gerieten die Männer zwischen ihnen aneinander und kämpften sieben Nächte lang. Weil Magnús jedoch viel weniger Truppen hatte, sah er keinen anderen Weg, als das Reich mit Harald zu teilen. So einigten sie sich darauf, dass jeder von ihnen die Hälfte des Reiches haben sollte, die König Sigurður gehabt hatte, aber die Schiffe, die Ausrüstung, die Geräte und alles bewegliche Vermögen, das König Sigurður besessen hatte, sollten König Magnús haben. Dennoch war er mit seinem Anteil unzufrieden, und sie regierten daraufhin einige Zeit in Frieden, waren aber beide sehr misstrauisch.


König Haraldur bekam mit Þóra einen Sohn namens Sigurður. Þóra war die Tochter von Guttorm dem Graubart. König Haraldur heiratete Ingiríðr, die Tochter von Rögnvaldr, dem Sohn von König Ingir Steinkelssonar.


König Magnús heiratete Kristína, die Tochter von Herr Knut und Schwester von Valdimar, dem Dänenkonig. Magnús mochte sie nicht und schickte sie zurück nach Dänemark, woraufhin sich sein Schicksal wendete. Er geriet in große Ungnade mit ihren Verwandten.

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