Margs verða hjúin vís # 58284

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Location
Reykjavík
Date
1958
Condition
Binding
Margs verða hjúin vís. Geschichten von Arnrún frá Felli.
Margs verða hjúin vís ist das einzige Buch von Arnrún frá Felli.
Arnrún frá Felli war das Pseudonym von Guðrún Tómasdóttir, die 1886 in Mýrarsýsla geboren wurde und dort bis zum 19. Lebensjahr aufwuchs. Dann zog sie nach Reykjavik und begann eine Hebammenausbildung, die damals eine der wenigen Wege zur Bildung für Frauen war. Im Winter 1907-8 studierte sie Pflege in Kopenhagen und arbeitete dort ein Jahr lang als Hebamme. Sie kehrte nach Island zurück und arbeitete als Hebamme in Ísafjörður, eine Tätigkeit, die sie 1909-1917 neun Jahre lang ausübte. Während dieser Zeit widmete sie sich intensiv der Dichtkunst und veröffentlichte Kurzgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften, z.B. in Eimreiðin und Iðunn. Nur wenige ihrer Gedichte wurden veröffentlicht.
1917 ging Guðrún nach Westamerika und plante wohl, nur kurz zu bleiben, lernte dort aber Karl Friðrik Bjarnason kennen, einen Sprachwissenschaftler und Professor an Harvard. Sie heirateten 1918 und lebten bis zum Ende ihres Lebens in den USA. Guðrúns Hauptaufgabe über drei Jahrzehnte war das Schreiben von Vorlesungen und Forschungen ihres Ehemannes. Diese Arbeit gab ihr zweifellos große Einblicke in die Sprachwissenschaft; sie hatte umfangreiche Sprachkenntnisse und sprach neben Isländisch, Englisch und Skandinavisch auch Deutsch, Französisch und Spanisch. Aufgrund der Arbeit ihres Mannes lebten sie zeitweise in Deutschland und Frankreich.




Geschichten und Gedichte von Guðrún/Arnrún wurden in vielen Zeitschriften veröffentlicht, aber nur ein Buch von ihr wurde veröffentlicht, die Kurzgeschichtensammlung Margs verða hjúin vísari. Sie enthält 13 Geschichten, die zu den ersten Reykjavik-Geschichten der isländischen Literatur gehören. Die Hauptfiguren der meisten Geschichten sind junge, wohlhabende Mädchen, und man kann von einer neuen Frauenfigur sprechen. Guðrún schrieb in einem Stil, der gut zur Schauplatz und zum Thema passt. Sie verwendet "modernen" Sprachgebrauch mit Redewendungen und Wendungen aus der Stadtsprache. Sie erzeugt Spannung in der Erzählung, indem sie Kleinwörter und Verbindungen auslässt, z.B. in Gesprächen. Ihre Erzählweise ist oft humorvoll, auch wenn der Stoff "ernsthaft" ist.




Guðrún starb 1972 im Cambridge-Krankenhaus in Massachusetts, war aber seit 1949 Witwe. Zu ihrer Erinnerung schrieb die Dichterin Steingerður Guðmundsdóttir das Gedicht "Til Ljósu" (www.skald.is)

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