Margs verða hjúin vís # 75720

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Location
Reykjavík
Date
1956
Condition
Binding
Margs verða hjúin vís. Geschichten von Arnrún frá Felli.
Margs verða hjúin vís ist das einzige Buch von Arnrún frá Felli.
Arnrún frá Felli war das Schriftstellernamen von Guðrún Tómasdóttir, die 1886 in Mýrarsýsla geboren wurde und dort bis zum 19. Lebensjahr aufwuchs. Dann zog sie nach Reykjavík und begann ihre Hebammenausbildung, die eine der wenigen Bildungswege für Frauen zu dieser Zeit war. Im Winter 1907-8 absolvierte sie eine Weiterbildung in Krankenpflege in Kopenhagen und arbeitete dort ein Jahr lang als Hebamme. Sie kehrte nach Island zurück und arbeitete als Hebamme auf Ísafjörður, wo sie diese Stelle neun Jahre lang innehatte, von 1909-1917. In dieser Zeit beschäftigte sie sich intensiv mit Dichtung und veröffentlichte Kurzgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften, z.B. in Eimreiðin und Iðunn. Nur wenige ihrer Gedichte wurden gedruckt.
1917 ging Guðrún nach Westheim und es ist wahrscheinlich, dass sie nur für kurze Zeit dort bleiben wollte, aber sie lernte Karl Friðrik Bjarnason kennen, der ein Doktor der Sprachwissenschaften war und als Professor an der Harvard University arbeitete. Sie heirateten 1918 und lebten bis zum Ende ihres Lebens in den USA. Guðrúns Hauptaufgabe über drei Jahrzehnte hinweg war das maschinelle Abtippen von Vorträgen und Forschungen ihres Ehemanns. Diese Arbeit hat ihr zweifellos großen Einblick in die Sprachwissenschaften gegeben, sie hatte umfangreiches Wissen über Sprachen und sprach neben Isländisch, Englisch und Skandinavisch auch Deutsch, Französisch und Spanisch. Aufgrund der Arbeit ihres Ehemanns lebten sie zeitweise sowohl in Deutschland als auch in Frankreich.




Geschichten und Gedichte von Guðrúnu/Arnrúnu wurden vielfach in Zeitschriften veröffentlicht, aber nur ein Buch von ihr wurde gedruckt, die Kurzgeschichtensammlung Margs verða hjúin vísari. Darin befinden sich 13 Geschichten, die zu den ersten Reykjavíker Geschichten der isländischen Literatur gehören. Die Hauptfiguren der meisten Geschichten sind junge, wohlhabende Mädchen, und man kann sagen, dass es sich um einen neuen weiblichen Charakter handelt. Guðrún schrieb einen Stil, der dem Schauplatz und Inhalt der Geschichten gut entspricht. Sie verwendet eine "moderne" Ausdrucksweise mit Redewendungen und Umgangssprache aus der Stadt. Sie erreicht Dynamik in der Erzählung, indem sie kleine Wörter und Konjunktionen auslässt, z.B. in Dialogen. Ihre Erzählweise ist vielfach humorvoll, obwohl der Inhalt "sehr ernst" sein kann.




Guðrún starb 1972 im Cambridge-Krankenhaus in Massachusetts und war seit 1949 Witwe. Zum Andenken an sie dichtete die Schriftstellerin Steingerður Guðmundsdóttir das Gedicht "Til Ljósu" (www.skald.is)

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