Ný ljóð # 62826

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Location
Reykjavík
Date
1945
Condition
Binding
Ný ljóð von Guðfinna Jónsdóttir aus Hömrum.



Guðfinna Jónsdóttir wurde 1899 in Arnarvatn in Mývatnssveit geboren. Im Alter von sieben Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Hömrum in Reykjadal, dem Dorf, mit dem sie sich später als Autorin ihrer Gedichte identifizierte. Ihre ersten Werke, die Aufmerksamkeit erregten, erschienen 1940 in der Gedichtsammlung Þingeysk ljóð. Im folgenden Jahr veröffentlichte sie ihr erstes Gedichtbuch, und 1945 brachte sie ein zweites heraus. Diese Bücher waren Ljóð, veröffentlicht 1941, und das spätere Werk mit dem Titel Ný ljóð. Ein Jahr nach der Veröffentlichung des zweiten Buches, 1946, starb Guðfinna in Kristneshæli an Tuberkulose. Eine Auswahl ihrer Gedichte wurde 1972 veröffentlicht und trägt den Titel Ljóðabók. Kristján Karlsson wählte die Gedichte für diese Ausgabe aus und schrieb eine Einleitung.

Guðfinna war über vierzig Jahre alt, als sie begann, ihre Gedichte zu veröffentlichen. Früh in ihrem Leben hatte eine andere Kunstform ihre ganze Aufmerksamkeit – die Musik. Guðfinna erlernte früh das Orgelspiel und studierte unter anderem bei Sigfúsi Einarsson und Páli Ísólfsson. Sie galt als eine der besten Organistinnen des Landes und unterrichtete Gesang und Orgel sowohl in Laugur als auch für eine Zeit in Húsavík.

Guðfinna verlor beide Schwestern an Tuberkulose und kämpfte selbst lange Zeit gegen diese Krankheit. Als ihre Gesundheit es ihr unmöglich machte, an der Orgel zu sitzen und sich ihrer größten Leidenschaft zu widmen, wandte sie sich der Dichtkunst zu und setzte all ihre Kraft und Intelligenz darin ein. Ein Hauptmerkmal ihrer Gedichte ist eine sensible Empfindlichkeit für Klangfarben. Der tragische Tonfall durchzieht viele ihrer Werke, und ihre Gedichte zeigen eine Gleichgültigkeit gegenüber dem Tod und einen hoffnungsvollen Glauben, dass sie ihre Träume an einem anderen Ort erfüllen wird.

Die meisten Gedichte Guðfinnas entstanden in der neoromantischen Tradition, obwohl einige deutlich realistische Züge aufweisen. Ihre häufigsten Themen stammen aus ihrer unmittelbaren Umgebung in Hömrum, doch nutzt sie Naturbilder häufig, um eine tiefere Botschaft zu vermitteln als nur die Schönheit der Natur. Guðfinnas dichterische Muse ist eindeutig in der Natur verankert, und dort sucht sie Trost und Antworten in Bezug auf die tieferen Bedeutungen des Lebens. Je weiter sich ihre kurze literarische Karriere fortschreitet, desto mehr werden zerbrochene Hoffnungen und der innere Konflikt zwischen Pflicht und Sehnsüchte zum Thema ihrer Gedichte.

In ihren realistischen Gedichten schreibt Guðfinna oft über die Benachteiligten. Diese Gedichte können kaum als politisch bezeichnet werden, doch ist ihr Mitgefühl für die vom Leben Geschlagenen deutlich, ebenso wie der Gerechtigkeitssinn der Dichterin.

(http://is.wikipedia.org)

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