Die ersten Rentiere wurden 1771 aus Finnmark in Norwegen nach Island gebracht und sollten den Isländern in schwierigen Zeiten zum Überleben dienen. In Öræfahjörðin erzählt Unnur Birna Karlsdóttir die Geschichte der Rentiere auf Island vom späten 18. Jahrhundert bis heute. Das Buch ist eine umfassende Ideengeschichte, die sowohl die Rentiere selbst als auch die Einstellung der Bevölkerung zu ihnen behandelt.
Es werden Geschichten von hartem Überlebenskampf auf Rentierweiden, abenteuerliche Jagdfahrten und unterschiedliche Versuche der Rentierzucht erzählt. Man darf nicht die Rentiere vergessen, die früher in Þingeyjarsýsla, auf der Reykjanesskagi und in Fljótshlíð lebten, aber nun aus dem Blickfeld verschwunden sind.
Unnur Birna Karlsdóttir (geb. 1964) schloss ihr Doktorat in Geschichte von der Universität Island im Jahr 2010 ab. Sie hat verschiedene wissenschaftliche Arbeiten und Artikel über die Beziehung zwischen Menschen und Natur auf Island veröffentlicht. Die Forschung zur Geschichte der Rentiere auf Island ist ihr größtes Werk auf diesem Gebiet bis dahin. Unnur Birna ist Direktorin des Forschungszentrums der Universität Island in Austurlandi.
Das Buch wird mit einer großen Anzahl von Fotografien bereichert.