Ritgerð um ríkisvald # 42922

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Location
Reykjavík
Date
1986
Condition
Binding
Ritgerð um ríkisvald von John Locke. Isländische Übersetzung von Atla Harðarson, der auch eine Einleitung schreibt.


John Locke (1632 –1704) war ein englischer Philosoph, dessen Werke großen Einfluss auf die Erkenntnistheorie und Staatslehre hatten. Er war einer der Begründer der britischen empiristischen Tradition und legte den Grundstein für die liberale Ideologie durch seine liberalen Theorien. Lockes Theorien wurzeln in der Naturrechtstradition sowie dem Nominalismus. Er war ein wichtiger Vertreter der Aufklärung.

In dem Buch Ritgerð um ríkisvald (engl. The Second Treatise on Civil Government, 1689) formulierte Locke zwei Ideen, die in den folgenden Jahrhunderten von vielen aufgegriffen wurden. Die erste war, dass Eigentumsrechte von selbst entstehen können und ohne die natürlichen Rechte der Menschen zu verletzen, und dass die Aufgabe des Staates darin besteht, das Eigentum zu schützen. Die zweite war, dass der Staat auf einem stillschweigenden Abkommen zwischen den Bürgern beruht, das als Gesellschaftsvertrag bezeichnet wird, aber wenn die Machthaber dieses Abkommen brechen und die Rechte der Bürger wenig oder gar nicht beachten, haben diese das Recht, sich zu erheben und die Machthaber abzusetzen. Mit dieser zweiten Idee verteidigte Locke die Glorious Revolution in England 1688 und begründete die Gewaltenteilung. Sie war eine große Inspirationsquelle für die liberalen politischen Bewegungen des 18. und 19. Jahrhunderts, zum Beispiel in der amerikanischen Revolution 1776 und der französischen Revolution 1789, und die Forderung nach konstitutionellen Monarchien, die weit verbreitet in Nordeuropa im 19. Jahrhundert war, unter anderem in Dänemark und Island, wurde in großem Maße von Lockes Ideen getragen. In seinem Buch, Stjórnleysi, ríki og staðleysur (engl. Anarchy, State, and Utopia) hauchte Robert Nozick den staatstheoretischen Ideen von Locke neues Leben ein.

Locke war der Ansicht, dass ein Ding seinen Wert erhält, wenn Arbeit in es investiert wird. Nach dieser Theorie können Menschen ein Ding zu ihrem Eigentum machen, indem sie Arbeit darin investieren. Der Wert eines Dings wird daher zu einem großen Teil durch die investierte Arbeit und die Art seiner Nutzung bestimmt. Dennoch war Locke der Ansicht, dass Angebot und Nachfrage den Wert eines Dings im freien Handel bestimmten. Aber Locke glaubte, dass die Arbeitstheorie des Wertes zeigt, dass Eigentumsrechte dem Staat vorausgehen und dass der Staat daher nicht tun kann, was er mit dem Eigentum der Bürger will.

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