Skúli Thoroddsen # 76853

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Location
Reykjavík
Date
1968
Condition
Binding
Skúli Thoroddsen. Biographie von Jón Guðnason. Erster Band.
Skúli war der Sohn des Häuptlings und Dichters Jón Thoroddsen und seiner Frau Kristína Ólína Þorvaldsdóttur Sívertsen, Tochter des Parlamentsmitglieds Þorvaldar Sívertsen. Seine Brüder waren Þorvaldur Thoroddsen, Geograph und Landvermesser, Þórður Thoroddsen, Landarzt, Parlamentsmitglied, Stadtrat und Kassenwart der Islandsbank, sowie Sigurður Thoroddsen, Landesingenieur und Oberlehrer am Menntaskólinn in Reykjavík.
Skúli beendete sein Abitur von der Lærða skólinn 1879 und seinen juristischen Abschluss von der Universität Kopenhagen 1884. Nach seiner Rückkehr aus Dänemark wurde er am 1. August 1884 zum Anwalt des Obersten Gerichtshofs ernannt. Danach wurde er Häuptling in Ísafjarðarsýslu und Stadtvogt auf Ísafjörður für acht Jahre, von 1885 bis 1892. Ihm wurde 1892 nach den sogenannten Skúlamál sein Amt entzogen. Er wurde 1895 vor dem Obersten Gerichtshof freigesprochen und erneut zum Häuptling berufen, was er ablehnte. Im selben Jahr erhielt er eine Entlassung mit Rente.


Skúli saß im Althing für die Bewohner Eyfirðinga in den Jahren 1890–1892, für Ísfirðinga 1892–1902 und Norður-Ísfirðinga 1903–1915. Er war dann Präsident des vereinten Parlaments von 1909 bis 1911. Im Parlament engagierte er sich unter anderem für die Erweiterung des Wahlrechts und die Abschaffung der Dienstbarkeit. Er wurde auch 1907 in den Zwischenausschuss des Althing berufen und widersetzte sich dem Vorschlag. Er war auch Prüfer der Landesrechnungen 1908–1913.


Skúli leitete eine Genossenschaft auf Ísafjörður 1888–1901, die unter anderem mit Stockfischverkauf ins Mittelmeerland handelte. Er betrieb auch ein Geschäft auf Ísafjörður 1895–1915. Er war an der Veröffentlichung von Þjóðvilji in den Jahren 1886 bis 1915 beteiligt, ab 1892 als Eigentümer und Redakteur.


Skúli kaufte Bessastaði in Álftanes 1899 und war dort Bauer in den Jahren 1901–1908. Dort betrieb er eine Druckerei, zusätzlich zu seiner Verwaltung seiner Zeitung und seines Geschäfts auf Ísafjörður. 1908 zog die Familie nach Reykjavík, Vonarstræti 12, und lebte dort danach. Nach Skúlis Tod wohnte seine Witwe Theódóra dort weiter bis 1930.

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