Sprek # 67206
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Sprek. Gedichte und Verse von Jökul Pétursson.
Sprek ist das erste und einzige Buch von Jökul Pétursson.
In Vísi vom 1. November 1961 erscheint ein Interview mit Jökul Pétursson, Lyriker und Maler. Anlass des Interviews ist die Veröffentlichung des Gedichtbandes Sprek. Wir greifen mitten ins Interview:
Es ist ein seltsames
Gefühl, sein erstes
Buch in den Druck gehen zu sehen.
Ich bin sicherlich nicht der Einzige,
dem es so geht. Unsicherheit
umgibt einen von allen Seiten.
Was ist eigentlich geschehen?
Wie werden diese „geistigen Kleinodien"
aufgenommen? Muss
man sich darum sorgen oder
verdient man Lob? Man
steht selbst wie ein großes
Fragezeichen vor einem Rätsel.
— Bist du ein Atomdichter?
— Nein, warte auf die Wahrheit.
— Bist du gegen sie?
— Ich komme besser mit
dem Alten aus. Ich finde, der
herkömmliche Stil und das Reimschema
passen besser zu unserer
isländischen Dichtkunst.
Nichts anderes gehört dorthin.
--------
Das Wetter war schlecht, strömender
Regen und ich traute mich nicht
hinaus. Mir war langweilig. — Todlangweilig.
Da kam plötzlich der
Geist über mich und ich verfasste
an einem Gerichtstag einen
Reim über Pétur Sálmundarsson,
den Jarl von Gullstrandar. Darin
befindet sich dieses Thema über
die Selsvarar-Kämpfe des Helden:
Pétur schlug, Pétur hieb
Pétur zeigte hart den Pfeilblick.
Pétur verteidigte sich, Pétur lachte,
Péturs Wut kannte keine Ruhe.
Und die Schlusszeilen des Pétur-Reims gehen so
Bald ist's vorbei, die Laune heiter,
Spiel geht trotz des Wellenschlags weiter.
Laut gesungen, Meer blauschwer
horcht erfreut auf Reimesgelehr.
Sprek ist das erste und einzige Buch von Jökul Pétursson.
In Vísi vom 1. November 1961 erscheint ein Interview mit Jökul Pétursson, Lyriker und Maler. Anlass des Interviews ist die Veröffentlichung des Gedichtbandes Sprek. Wir greifen mitten ins Interview:
Es ist ein seltsames
Gefühl, sein erstes
Buch in den Druck gehen zu sehen.
Ich bin sicherlich nicht der Einzige,
dem es so geht. Unsicherheit
umgibt einen von allen Seiten.
Was ist eigentlich geschehen?
Wie werden diese „geistigen Kleinodien"
aufgenommen? Muss
man sich darum sorgen oder
verdient man Lob? Man
steht selbst wie ein großes
Fragezeichen vor einem Rätsel.
— Bist du ein Atomdichter?
— Nein, warte auf die Wahrheit.
— Bist du gegen sie?
— Ich komme besser mit
dem Alten aus. Ich finde, der
herkömmliche Stil und das Reimschema
passen besser zu unserer
isländischen Dichtkunst.
Nichts anderes gehört dorthin.
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Das Wetter war schlecht, strömender
Regen und ich traute mich nicht
hinaus. Mir war langweilig. — Todlangweilig.
Da kam plötzlich der
Geist über mich und ich verfasste
an einem Gerichtstag einen
Reim über Pétur Sálmundarsson,
den Jarl von Gullstrandar. Darin
befindet sich dieses Thema über
die Selsvarar-Kämpfe des Helden:
Pétur schlug, Pétur hieb
Pétur zeigte hart den Pfeilblick.
Pétur verteidigte sich, Pétur lachte,
Péturs Wut kannte keine Ruhe.
Und die Schlusszeilen des Pétur-Reims gehen so
Bald ist's vorbei, die Laune heiter,
Spiel geht trotz des Wellenschlags weiter.
Laut gesungen, Meer blauschwer
horcht erfreut auf Reimesgelehr.