Tíðindi frá Þjóðfundi íslendinga árið 1851 # 78577

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Location
Reykjavík
Date
1851
Condition
Binding
Tíðindi frá Þjóðfundi íslendinga árið 1851. Redaktion: Professor Pétur Pétursson, Lehrer Jens Sigurðsson und Lehrer Gísli Magnússon.

Der Þjóðfundur 1851 war eines der folgenreichsten Ereignisse im Unabhängigkeitskampf der Isländer.



Die Versammlung war statt des regulären Althing einberufen worden, das sechs Jahre zuvor wiedererrichtet worden war. Die Versammlung fand im Saal der Lehrerschule in Reykjavík statt. Auf dieser Versammlung sollten Angelegenheiten behandelt werden, die sich auf die Verfassung Islands bezogen. Graf Trampe legte hier einen Gesetzesentwurf vor, der vorsah, dass Island völlig in Dänemark aufgehen würde, Island dieselben Gesetze und Regelungen wie Dänemark hätte und das Althing aufgelöst würde, während Isländer sechs Vertreter im dänischen Parlament haben könnten. Die von der Nation gewählten Vertreter waren gegen den Entwurf, während die vom König ernannten ihn nicht bestritten. Trampe erwartete, dass die von der Nation gewählten Vertreter den Entwurf ablehnen würden, und unterbrach daraufhin die Versammlung. Jón Sigurðsson sprach daraufhin im Namen des Königs und der Nation gegen das Unrecht, das geschehen war. Die meisten isländischen Vertreter erhoben sich aus ihren Sitzen und sprachen die ergreifenden Worte, die später oft Jón Sigurðsson zugeschrieben werden: "Wir protestieren alle."


Die Versammlungsteilnehmer.



Pfarrer Árni Böðvarsson, damals Pfarrer in Nesþingur, später Propst des Bistums Snæfellsnes 1856—1866 und der Nordisafjörður-Syslu 1868—1881, vertrat die Snæfellsnessysla zusammen mit Páli Melsteð, der damals zum Syslumann der Snæfellsnessi ernannt worden war und die Snæfellsnessysla auf der Versammlung vertrat; er wurde 1858-1864 ins Parlament für dieselbe Sysla gewählt. Páll gründete später (1874) die Frauenschule in Reykjavík zusammen mit seiner Frau Þóra. Páls Vater, Syslumann Páll Melsteð des Amtes Vesturamt, war 1847, 1849 und auf der Versammlung vom König ernannter Parlamentarier.

Bauer Ásgeir Einarsson aus Kollafjarðarnes war von 1845-1865 Parlamentarier der Stranda-Region und vertrat die Strandasysla auf der Versammlung. Später (1875-1880) saß Ásgeir für die Húnavetningar im Parlament, war damals jedoch in Þingeyrum ansässig. Schließlich wurde Ásgeir 1880 erneut ins Parlament für die Stranda-Region gewählt und saß dort bis 1885. Neben Ásgeir vertrat Pfarrer Þórarinn Kristjánsson, damals Pfarrer auf Stað in Hrútafjörður und Propst des Bistums Stranda bis 1867, später des Bistums Borgarfjörður (1868-1872), die Strandasysla auf der Versammlung.

Die Namen Björn Halldórsson, damals Hauslehrer in Laufás, später Pfarrer dort und Propst des Bistums Þingeyjur 1863-1871 und Björn Jónsson, Geschäftsführer in Akureyri, vertraten die Norður-Þingeyjarsysla auf der Versammlung.

Brynjólfur Benedictsen in Flatey war Versammlungsteilnehmer der Barðarstrandarsysla; er wurde später von seinen Gemeinden 1865 ins Parlament gewählt, kam aber nicht zum Sitzen des Parlaments. Neben Brynjólfur vertrat Pfarrer Ólafur Johnsen auf Stað auf Reykjanes, später (1860—1878) Propst im Bistum Barðastranda, die Barðarstrandarsysla auf der Versammlung.


Die Brüder Eggert, Jóhann und Ólafur Briem nahmen an der Versammlung teil. Syslumann Eggert der Eyjafirðingar und Bauer Ólafur auf Grund vertraten die Eyjafjarðarsysla auf der Versammlung. Pfarrer Jóhann in Hrun und Propst im Bistum Árnes 1848-1861 vertrat die Árnesingar zusammen mit Gísli Magússon, Lehrer an der Lehrerschule, auf der Versammlung. Bauer Stefán Jónsson aus Syðri-Reistará 1823—1856, der von 1845-1849 Parlamentarier der Eyjafirðingar war und nach der Versammlung 1852-1874 erneut, war Versammlungsteilnehmer der Skafirðingar.


Bauer Guðmundur Brandsson aus Landakoti auf Vatnsleysuströnd war 1849-1861 Parlamentarier der Gullbringu- und Kjósarsysla und saß als solcher auf der Versammlung zusammen mit
Lehrer Jens Sigurðsson an der Lehrerschule (später Rektor 1869-1872), Bruder des Vorsitzenden Jón, der die Ísafjarðarsysla auf der Versammlung vertrat und Parlamentarier der Ísafjörður-Region 1845-1879 war, obwohl er 1855, 1861, 1863 und 1879 nicht zum Sitzen kam. Neben Jón vertrat Pfarrer Lárus M. Johnsen in Holt in Önundarfjörður die Ísafjarðingsysla auf der Versammlung. Lárus war Propst im Bistum Westur-Ísafjörður 1851-1854. Lárus' Schwiegervater Þorvaldur Sívertsen in Hrappsey war von 1845 bis einschließlich der Versammlung 1851 Parlamentarier der Dalamenn. Zusammen mit Þorvaldi vertrat Pfarrer Guðmundur Einarsson in Kvennabrekka, später (1864-1869) Propst im Bistum Dalar, die Dalamenn auf der Versammlung. Guðmundur übernahm 1853 den Parlamentssitz der Dalamenn von Þorvaldi und saß als solcher bis 1858 und war später erneut Parlamentarier der Dalamenn 1869-1882.

Bauer Guttormur Vigfússon aus Arnheiðarstöðir war ab 1847 Parlamentarier der Norður-Múlasysla. Er wurde 1852 wiedergewählt, kam aber nicht erneut ins Parlament. Neben Guttormur vertrat Pfarrer Sigurður Gunnarsson auf Desjamýri, später auf Hallormsstað und Propst im Bistum Suður-Múla 1863—1874, die Norðmýlingar auf der Versammlung. Guttormur wurde später Parlamentarier der Suður-Múlasysla 1869-1874, obwohl er 1873 nicht saß. Pfarrer Hallgrímur Jónsson auf den Inseln in Reyðarfjörður war hingegen Versammlungsteilnehmer der Suður-Múlasysla.

Pfarrer Sveinbjörn Hallgrímsson, Herausgeber von Þjóðólfur, war Versammlungsteilnehmer der Borgfirðingar zusammen mit Pfarrer Hannes Stephensen, Propst des Bistums Borgarfjörður (1832-1856), der 1845-1856 Parlamentarier der Borgfirðingar war. Hannes' Bruder Magnús, Syslumann der Rangárvallasysla, war Versammlungsteilnehmer der Sysla zusammen mit Bauer Páli Sigurðsson aus Árkvörn in Fljótshlíð, der später 1852-1864 Parlamentarier der Sysla wurde.

Pfarrer Jakob Guðmundsson auf Kálfatjörn war Versammlungsteilnehmer von Reykjavík zusammen mit Kristján Kristjánsson (Chr. Christiansson), Land- und Stadtvogt, der zuvor 1849 vom König zum Parlamentssitz ernannt worden war. Jakob wurde 1883-1890 Parlamentarier der Dalasysla.

Jón Guðmundsson, zum Syslumann der Skaftafellssysla ernannt, war Parlamentarier der Sysla 1845-1858 und später der westlichen Region 1858-1869; der andere Versammlungsteilnehmer der Sysla war Pfarrer Páll Pálsson in Hörgsdal, Propst im Bistum Vestur-Skaftafells 1830-1861.

Bauer Jón Jónsson aus Munkaþverá, Parlamentarier der Suður Þingeyjarsysla 1849 und Norður-Þingeyjarsysla 1852-1858, war Versammlungsteilnehmer der Suður-Þingeyjarsysla zusammen mit Bauer Jón Jónsson aus Grænavatni und später aus Lundabrekka.

Bauer Jón Sigurðsson aus Tandraseli war 1851-1862 Parlamentarier der Mýrasysla und saß als solcher auf der Versammlung zusammen mit Magnús Gíslasson, der ein Jahr zuvor zum Syslumann der Mýrasysla ernannt worden war.

Arzt Jósep Skaftason in den Húnavetningar- und Skagafjarðarsyslen war Versammlungsteilnehmer der Húnavetningar zusammen mit Pfarrer Sveinn Níelsson auf Staðarstaður.

Bauer Magnús Austmann aus Nýjabær war Versammlungsteilnehmer der Vestmannaeyjar.


Vom König ernannt waren Pfarrer Halldór Jónsson auf Hof in Vopnafjörður, ehemaliger Propst in Skagafjörður und später Propst des Bistums Norður-Múla (1854—1879), der 1845—1851 vom König ernannt war, danach aber Parlamentarier der Norður-Múlasysla 1858—1874 (obwohl er 1861, 1867, 1871 und 1873 nicht saß); Pfarrer Helgi Thordersen, Bischof (vom König ernannt 1845—1865); Pfarrer Pétur Pétursson, Leiter des Priesterseminars in Reykjavík, später Bischof (vom König ernannt 1849—1887); Richter Þórður Jónassen (vom König ernannt 1845—1859 und 1869—1875); Oberrichter Þórður Sveinbjörnsson (vom König ernannt 1845— 1856).

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